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Design & KI – warum ich keine Angst um meinen Job habe

  • Autorenbild: Kim Peisser
    Kim Peisser
  • 11. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Und wann du besser beraten bist, eine Agentur oder einen Designer zu beauftragen.


Kim Peisser KREATE Werbeagentur

Zwischen Begeisterung und Überforderung


Künstliche Intelligenz hat in den letzten zwei Jahren einen enormen Sprung gemacht. KI-Tools schreiben Texte, gestalten Logos und erstellen Websites und das in einer Geschwindigkeit, die beeindruckt. Ich finde das faszinierend. Ich nutze KI in meinem Arbeitsalltag intensiv (als Ergänzung, nicht als Ersatz).

Und immer öfter wird mir die Frage gestellt:


„Hast du keine Angst, dass KI deinen Job als Designerin überflüssig macht?“

Ehrlich gesagt: Nein.


Denn je mehr KI uns mit generierten Inhalten überflutet, desto größer wird (insgeheim) unser Bedürfnis nach echtem menschlichen Kontakt. Und nach Empathie, nach einem Gegenüber, das wirklich versteht, was wir meinen.



KI kann Design, aber keine Bedeutung


KI kann Formen kombinieren, Schriftarten empfehlen und Farbkompositionen vorschlagen. Aber sie versteht keine Zwischentöne. Sie weiß nicht, was ein Unternehmen wirklich besonders macht oder wie es sich anfühlen soll, wenn jemand diese Marke erlebt. Außerdem greift sie lediglich auf Bestehendes zurück.

Design ist weit mehr als Ästhetik. Es ist Sprache, Haltung, Emotion, Wirkung.


Und genau hier liegt der Unterschied zwischen einer „KI-Erstellung“ und echtem Design:

  • Eine KI gestaltet.

  • Ein Mensch versteht, warum etwas so gestaltet sein muss.


Ein Logo kann toll aussehen und trotzdem nichts transportieren und bei der Zielgruppe nichts auslösen.

Eine Website kann perfekt aufgebaut sein und trotzdem niemanden berühren oder wirklich ansprechen.


Was fehlt? Empathie. Erfahrung. Intuition.

Diese Lücke zeigt sich nicht nur im Branding, sondern auch in Werbung und Marketing-Kommunikation.


Wenn es darum geht, Zielgruppen emotional zu erreichen und Kampagnen zu konzipieren, braucht es mehr als Daten. Es braucht ein Gespür für Menschen – und oft auch für sensible Themen.

Gerade im Healthcare-Bereich etwa ist es entscheidend, mit Feingefühl und Fachwissen zu kommunizieren: mit Patient:innen, Fachkräften oder Entscheidungsträger:innen. KI kann hier unterstützen – Texte vorschlagen, Daten aufbereiten – aber sie kann keine Verantwortung übernehmen. Sie weiß nicht, wie sich Vertrauen aufbaut, welche Worte Sicherheit vermitteln oder wann Zurückhaltung wichtiger ist als Effizienz.



Warum ich glaube, dass menschliche Kreativität wichtiger wird


Ich bin überzeugt: Menschliche Kreativität wird wieder einen höheren Stellenwert haben.


Warum? Weil die Menschen den KI-Einheitsbrei bald statt haben werden.

Die Flut an austauschbaren Bildern, generischen Slogans und unpersönlichen Layouts wird bald genau das Gegenteil bewirken: Wir sehnen uns nach dem Besonderen, Unvorhergesehenen und Echten. Nach Handschrift. Nach Ecken und Kanten. Nach Sympathie und realer Empathie.


Das gilt in allen Bereichen – ob Startup-Branding, Pharma-Kommunikation oder Employer Branding in großen Unternehmen. Wenn alles gleich klingt, entscheidet letztlich, wer spürbar echt ist. Das, was ein gutes Design oder eine wirkungsvolle Kampagne heute wirklich ausmacht, lässt sich nicht einfach berechnen. Es entsteht in Gesprächen, im Zuhören, im gemeinsamen Entwickeln von Ideen. Es ist das, was zwischen Menschen passiert.



Wann du KI nutzen kannst und wann du besser eine Agentur beauftragst


KI kann dir großartige Dienste leisten, gerade am Anfang oder für einfache, standardisierte Aufgaben.


Zum Beispiel:

  • Ideen sammeln oder Inspiration finden

  • Erste Skizzen oder Textentwürfe generieren

  • Routineaufgaben automatisieren


Aber wenn du willst, dass dein Auftritt authentisch wirkt, Vertrauen schafft und langfristig trägt, sowie vor allem im Premium-Segment solltest du IMMER auf menschliche Expertise setzen.


Eine Agentur oder ein erfahrener Designer kann:

  • dein Unternehmen verstehen und strategisch begleiten,

  • dich gezielt positionieren,

  • deine Marke konsistent aufbauen,

  • und dich beraten, wenn du dich zwischen vielen Möglichkeiten verlierst.


Und im Marketing bedeutet das:

  • Botschaften entwickeln, die wirklich wirken – nicht nur Reichweite erzeugen.

  • Kampagnen strategisch denken, nicht bloß ausspielen.

  • Inhalte schaffen, die Verantwortung tragen, gerade in sensiblen Themenfeldern wie Gesundheit, Nachhaltigkeit oder Bildung.


Es geht nicht nur um Gestaltung, sondern um Wirkung.

Und die entsteht nur, wenn man nicht einfach Inhalte produziert, sondern Bedeutung schafft.



Mein Fazit


KI ist ein starkes Werkzeug und wer sie klug nutzt, spart Zeit und gewinnt Ideen.

Aber sie ersetzt keine Haltung, keine Intuition und kein echtes Mitdenken.

Am Ende geht es immer um Menschen, die mit Menschen sprechen.

Und genau deshalb habe ich keine Angst um meinen Job.


Ich glaube sogar, dass meine Arbeit und die vieler Kolleg:innen aus Design, Werbung und Kommunikation – in Zukunft noch wichtiger wird. Weil gute Designer nicht nur gestalten, sondern verstehen, fühlen und verbinden.

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